ALMResidency
2020
19.09. – 27.09.


 
 
 
 

Die 5. AlmResidency steht an. Viel ist passiert in den letzten Jahren im Wald rund um den Rechelkopf und in den Hütten. Das Jahr 2020 hat für uns alle viel verändert, wir spüren durch diesen unsichtbaren Virus wieder eine Verletzlichkeit, Endlichkeit, die wir lange nicht mehr wahrgenommen haben in unserer goldenen Blase. Die Zeit verlangsamt sich, die Menschen agieren unsicherer, die Auswirkungen sind auf allen Ebenen nicht absehbar.
Wer weiß, wie lang diese Unsicherheit anhalten kann und wird. Plötzlich ist einem bewusst, welche Verantwortung ein jeder seinen Mitmenschen gegenüber hat und welche Opfer wir für die Gesellschaft leisten müssen. Aber ist der Mensch wirklich für diesen Verzicht geschaffen? Zusätzlich belastet viele die durch die soziale Isolation entstandene Einsamkeit. Wie kommt der Mensch in einem so eingeschränkten Raum mit sich selbst zurecht?
Die AlmResidency möchte allen Bewerbern und Bewerberinnen einen Raum, einen Ort geben zum Durchatmen von dem, was in der Umgebung passiert. Gleichzeitig sind wir uns der räumlichen Situation in den Hütten bewusst. In der Vergangenheit bewohnten die Residents zusammen die kleinen Hütten, und die räumliche Nähe spielte eine entscheidende Rolle bei der Erarbeitung ihrer künstlerischen Projekte. Wie wir als Team in diesem Jahr damit umgehen, werden wir nach dem Bewerbungsschluss in Absprache mit den Residents entscheiden. Vielleicht lassen wir dich einfach alleine, dort oben, umgeben von der Natur, dem Leben, welches der Wald in sich birgt. Du sollst die Möglichkeit bekommen, zehn Tage deine Gedanken zu fassen und in eine oder mehrere konkrete künstlerische Arbeiten umzusetzen. Nimm dir gerne alles, was die Umgebung dir bietet, arbeite damit und gib der Natur etwas zurück, bereichere sie. Schaffe Platz für dich und deine Welt. Bei einem gemeinsamen Kunst-Spaziergang am Ende der Residency werden die Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Im Winter ist eine Ausstellung in München geplant.

 
 

The 5th AlmResidency is coming up. A lot has happened in the forest around the Rechelkopf and in the huts in the last few years. The year 2020 has changed a lot for all of us. This invisible virus makes us aware of our vulnerability and finiteness, which we haven’t noticed for a long time in our golden bubble. Time is slowing down, people are acting more insecurely, the effects are unforeseeable on every level. 
Who knows how long this insecurity can and will last. Suddenly, one is aware of the responsibility towards their fellow human beings and the sacrifices we have to make for society. But is man really made for this renunciation? In addition, many are burdened by the loneliness caused by social isolation. How does a person cope with themselves in such a limited space?
The AlmResidency would like to give all applicants a space, a place to breathe deeply from what is happening in the environment. At the same time, we are aware of the spatial situation in the huts. In the past, the residents lived together in the small huts and the spatial proximity played a decisive role in the development of their artistic projects.  How we as a team will deal with this this year will be decided after the application deadline in consultation with the Residents. Maybe we will just leave you alone up there, surrounded by nature, the life that the forest holds. You should have the opportunity to spend ten days to collect your thoughts and transform them into one or more artistic works. Take everything that the environment offers, work with it and give something back to nature, enrich it. Create space for yourself and your world. The results will be presented and discussed during an art walk at the end of the residency. An exhibition in Munich is planned for the winter.